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Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Haus?

Kurz beantwortet

Banken verlangen mindestens 20 Prozent Eigenkapital, wovon mindestens 10 Prozent des Belehnungswerts nicht aus der Pensionskasse stammen dürfen. Bei einem Kaufpreis von CHF 1 Million sind das CHF 200'000, davon CHF 100'000 aus freiem Vermögen oder Säule 3a.

Kategorie: Wohnen·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

Die wichtigsten Zahlen

mind. 20 %
Eigenkapital total
mind. 10 %
Davon «hartes» EK
CHF 200'000
Bei CHF 1 Mio.
Nebenkosten 3–5 %
Zusätzlich

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel zu: Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Haus?
PositionWert
KaufpreisCHF 1'000'000
Eigenkapital total (20 %)CHF 200'000
Davon hartes EK (10 %)CHF 100'000
Kaufnebenkosten (ca. 3 %)CHF 30'000
Liquiditätsbedarf totalCHF 230'000

Was «hartes» Eigenkapital bedeutet

Mindestens 10 Prozent des Belehnungswerts müssen aus Mitteln stammen, die nicht aus der zweiten Säule kommen: Sparguthaben, Wertschriften, Säule 3a, Erbvorbezug oder Schenkung. Pensionskassengelder dürfen nur für die darüber hinausgehenden 10 Prozent eingesetzt werden. Diese Regel stammt aus der Selbstregulierung der Banken und wird von der Aufsicht durchgesetzt — Ausnahmen gibt es faktisch keine.

Die Nebenkosten sind kein Detail

Beim Kauf fallen zusätzlich Handänderungssteuer, Notariats- und Grundbuchkosten an — je nach Kanton zusammen etwa 3 bis 5 Prozent des Kaufpreises. Diese Kosten dürfen nicht mit der Hypothek finanziert werden und müssen zusätzlich zum Eigenkapital liquide vorhanden sein. Wer nur die 20 Prozent bereitstellt, scheitert an dieser Stelle.

Vorsorgegelder mit Bedacht einsetzen

Ein WEF-Vorbezug aus der Pensionskasse senkt das Altersguthaben dauerhaft und reduziert damit Rente und Risikoleistungen. Er löst zudem eine Kapitalbezugssteuer aus. Die Alternative ist die Verpfändung: Das Guthaben bleibt in der Kasse, dient aber als Sicherheit — die Vorsorge bleibt intakt, dafür steigt die Zinsbelastung. Welche Variante besser ist, hängt von Alter, Zinsniveau und Steuersituation ab.

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Häufige Rückfragen

Zählt die Säule 3a als hartes Eigenkapital?
Ja. Säule-3a-Guthaben gilt nicht als Mittel der zweiten Säule und kann für die geforderten 10 Prozent eingesetzt werden.
Kann ich einen Erbvorbezug einsetzen?
Ja, ein Erbvorbezug oder eine Schenkung zählt als hartes Eigenkapital. Die Bank verlangt in der Regel eine schriftliche Bestätigung und Klarheit darüber, ob eine Rückzahlungspflicht besteht.
Reichen 20 Prozent immer?
Nein. Entscheidend ist zusätzlich die Tragbarkeit: Kalkulatorischer Zins, Unterhalt und Amortisation dürfen zusammen ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Viele scheitern nicht am Eigenkapital, sondern hier.

Grundlagen und Quellen

  • SBVg — Richtlinien betreffend Mindestanforderungen bei HypothekarfinanzierungenEigenmittelanforderung und hartes Eigenkapital
  • WEFV — Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen VorsorgeVorbezug und Verpfändung

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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