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Zero-Based-Budget-Regel

Die Regel in einem Satz

Beim Zero-Based-Budget wird jeder Franken des monatlichen Einkommens im Voraus einer Aufgabe zugewiesen — Fixkosten, variable Ausgaben, Sparen, Rückstellungen — bis am Ende rechnerisch null übrig bleibt. Nicht null auf dem Konto, sondern jeder Franken hat einen Zweck. Das schafft maximale Kontrolle über die Ausgaben.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: Einkommen − alle zugewiesenen Aufgaben = 0

jeder Franken hat eine Aufgabe
Prinzip
Einkommen vollständig zugewiesen
Ziel
Sparen & Rückstellungen als Posten
Inkl.
maximale Ausgabenkontrolle
Vorteil

Rechenbeispiel

PositionWert
Einkommen (Beispiel)CHF 6'000
Fixkosten zugewiesenCHF 3'000
Variable Ausgaben + RückstellungenCHF 1'800
Sparen zugewiesenCHF 1'200 → Rest: 0

Warum die Regel funktioniert

Beim Zero-Based-Budget plant man das Einkommen vollständig durch, bevor der Monat beginnt: Jeder Franken bekommt eine konkrete Aufgabe, sei es eine Fixkost, eine variable Ausgabe, eine Rückstellung für Jahresrechnungen oder das Sparen. Am Ende der Planung bleibt rechnerisch null übrig — nicht weil man alles ausgibt, sondern weil auch Sparen und Rückstellungen als bewusste «Aufgaben» eingeplant sind. Der Vorteil ist maximale Kontrolle und Bewusstheit: Man trifft die Ausgabenentscheidungen im Voraus und nicht impulsiv im Moment. Ungenutztes Geld «versickert» nicht, weil es von vornherein einem Zweck zugewiesen ist. Die Methode eignet sich besonders für Menschen, die genau wissen wollen, wohin ihr Geld fliesst, oder die aus dem Monatsende-Stress herauskommen wollen.

Wo die Regel bricht

Das Zero-Based-Budget ist aufwändiger als grobe Regeln wie 50/30/20 — es erfordert monatliche Planung und Disziplin beim Nachhalten, was nicht jedem liegt. Bei stark schwankendem Einkommen (Selbstständige) muss man mit dem tiefsten erwarteten Einkommen planen oder die Methode anpassen. Wichtig ist, das Budget flexibel zu halten: Ein zu starres Zero-Based-Budget, das keinen Puffer für Unerwartetes lässt, führt zu Frust — deshalb gehört eine «Diverses»- oder Pufferkategorie ins Budget. Für Menschen, die eine grobe Steuerung bevorzugen, ist die einfachere 50/30/20-Regel oder ein Kategorien-Budget oft praktikabler. Das Zero-Based-Budget ist das präziseste, aber auch anspruchsvollste Werkzeug — die beste Methode ist die, die man tatsächlich durchhält.

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Häufige Fragen

Was ist ein Zero-Based-Budget?

Eine Budgetmethode, bei der jeder Franken des Einkommens im Voraus einer Aufgabe zugewiesen wird (Fixkosten, variable Ausgaben, Sparen, Rückstellungen), bis rechnerisch null übrig bleibt. Jeder Franken hat einen Zweck.

Bedeutet Zero-Based, dass am Ende null auf dem Konto ist?

Nein — es bedeutet, dass jeder Franken einer Aufgabe zugewiesen ist, auch Sparen und Rückstellungen. Rechnerisch bleibt bei der Planung null 'unverplant', nicht null auf dem Konto.

Für wen eignet sich das Zero-Based-Budget?

Für alle, die genau wissen wollen, wohin ihr Geld fliesst, oder aus dem Monatsende-Stress herauskommen wollen. Es ist präzise, aber aufwändiger als grobe Regeln wie 50/30/20 — die beste Methode ist die, die du durchhältst.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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