Gesundheitskosten-Puffer-Regel
Die Gesundheitskosten-Puffer-Regel: Lege deine gewählte Jahresfranchise plus den maximalen Selbstbehalt als Puffer zurück (oder baue ihn in den Notgroschen ein), damit Krankheitskosten das Budget nicht sprengen. So bist du auf die volle mögliche Eigenbeteiligung eines Jahres vorbereitet.
📐 Die Regel: Franchise + max. Selbstbehalt als Jahres-Puffer
Rechenbeispiel
| Position | Wert |
|---|---|
| Gewählte Jahresfranchise (Beispiel) | hoch gewählt |
| Plus maximaler Selbstbehalt (10 %) | gedeckelt pro Jahr |
| Puffer bereithalten | Summe beider |
| Effekt | Krankheitsjahr sprengt Budget nicht |
Warum die Regel funktioniert
In der Grundversicherung trägt man die Gesundheitskosten bis zur gewählten Franchise selbst, danach einen Selbstbehalt (10 % der weiteren Kosten bis zu einem jährlichen Maximum). Im schlimmsten Fall eines Jahres mit hohen Krankheitskosten fällt also die volle Franchise plus der maximale Selbstbehalt an — ein Betrag, der ein knappes Budget sprengen kann, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Besonders wer eine hohe Franchise gewählt hat (um Prämie zu sparen), muss diese mögliche Eigenbeteiligung tragen können. Die Puffer-Regel sorgt vor: Man legt die maximal mögliche Jahres-Eigenbeteiligung (Franchise plus maximaler Selbstbehalt) als Puffer zurück oder baut sie in den Notgroschen ein. So kann ein Krankheits- oder Unfalljahr kommen, ohne dass die Arztrechnungen zu einem finanziellen Problem werden. Die Regel ergänzt die Franchise-Wahl: Die hohe Franchise lohnt sich nur, wenn man den Puffer für den Ernstfall hat.
Wo die Regel bricht
Der Puffer muss nicht zwingend separat liegen — bei einem ausreichenden Notgroschen ist die mögliche Gesundheits-Eigenbeteiligung ohnehin abgedeckt, sodass kein zusätzliches Konto nötig ist. Die Regel ist vor allem für jene wichtig, die einen knappen oder noch keinen Notgroschen haben und trotzdem eine hohe Franchise gewählt haben — eine riskante Kombination, die die Puffer-Regel entschärft. Zu beachten ist, dass gewisse Leistungen (etwa Mutterschaft) von Franchise und Selbstbehalt teils ausgenommen sind, und dass Unfälle je nach Situation über die Unfallversicherung des Arbeitgebers laufen. Auch verteilen sich die Kosten bei chronischen Erkrankungen anders. Der Kern bleibt: Wer eine hohe Franchise wählt, um Prämie zu sparen, muss die mögliche Eigenbeteiligung tragen können — sonst ist die vermeintliche Ersparnis ein Risiko. Die Regel stellt sicher, dass die Franchise-Wahl und die finanzielle Tragfähigkeit zusammenpassen.
Gesundheits-Puffer einplanen
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Wie viel Puffer brauche ich für Gesundheitskosten?
Als Faustregel deine gewählte Jahresfranchise plus den maximalen Selbstbehalt — das ist die volle mögliche Eigenbeteiligung eines Jahres. Diesen Betrag als Puffer zurücklegen oder in den Notgroschen einbauen.
Warum ist der Puffer bei hoher Franchise wichtig?
Weil man mit hoher Franchise im Krankheitsfall mehr selbst zahlt. Die hohe Franchise lohnt sich nur, wenn man die mögliche Eigenbeteiligung (Franchise plus Selbstbehalt) auch tragen kann — sonst wird die Prämienersparnis zum Risiko.
Muss der Gesundheits-Puffer separat liegen?
Nicht zwingend — bei einem ausreichenden Notgroschen ist die mögliche Eigenbeteiligung ohnehin abgedeckt. Die Regel ist vor allem für jene wichtig, die einen knappen Notgroschen und eine hohe Franchise haben.
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
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