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Franchise-Optimierungs-Regel

Die Regel in einem Satz

Die Franchise-Optimierungs-Regel: Wähle die hohe Franchise, wenn du wenig Gesundheitskosten erwartest, und die tiefe, wenn du regelmässig oder hohe Kosten hast. Der Break-even liegt dort, wo die Prämienersparnis der hohen Franchise die höhere Selbstbeteiligung gerade noch übersteigt — meist bei mittlerem Behandlungsbedarf.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: Wenig Kosten → hohe Franchise, viel → tiefe

hohe Franchise
Gesund/wenig Kosten
tiefe Franchise
Regelmässige Kosten
Prämienersparnis vs. Mehrkosten
Break-even
jährlich
Prüfen

Rechenbeispiel

PositionWert
Hohe Franchisetiefere Prämie, höhere Selbstbeteiligung
Tiefe Franchisehöhere Prämie, tiefere Selbstbeteiligung
Wenig Behandlung erwartethohe Franchise gewinnt
Viel Behandlung erwartettiefe Franchise gewinnt

Warum die Regel funktioniert

In der Grundversicherung kann man die jährliche Franchise (den Betrag, den man selbst trägt, bevor die Kasse zahlt) wählen. Eine höhere Franchise bringt eine tiefere Prämie, bedeutet aber, dass man im Krankheitsfall mehr selbst zahlt; eine tiefe Franchise kostet mehr Prämie, aber die Kasse übernimmt früher. Die Regel richtet die Wahl am erwarteten Gesundheitsaufwand aus: Wer gesund ist und kaum zum Arzt geht, spart mit der hohen Franchise, weil die Prämienersparnis die selten anfallende Selbstbeteiligung übertrifft. Wer regelmässig hohe Kosten hat (chronische Krankheit, laufende Behandlung, geplante Operation), fährt mit der tiefen Franchise besser, weil die Kasse früher und mehr übernimmt. Die Rechnung ist einfach: Prämienersparnis der hohen Franchise gegen die maximale Mehrbelastung bei der Selbstbeteiligung abwägen.

Wo die Regel bricht

Der entscheidende Haken ist die Unsicherheit: Man weiss zu Jahresbeginn nicht, welche Gesundheitskosten anfallen — ein Unfall oder eine plötzliche Krankheit kann die Rechnung umkehren. Deshalb ist die hohe Franchise eine Wette auf Gesundheit: Sie lohnt sich im Erwartungswert für Gesunde, birgt aber das Risiko hoher Selbstbeteiligung im schlechten Fall. Wer diese mögliche Mehrbelastung nicht tragen könnte (kein Notgroschen), sollte trotz rechnerischem Vorteil vorsichtig sein. Zudem sollte man die Wahl jährlich überprüfen, weil sich die Gesundheitssituation und die Prämien ändern — die Franchise lässt sich auf das neue Jahr anpassen. Bei geplanten Behandlungen (Operation, Schwangerschaft) im kommenden Jahr lohnt der rechtzeitige Wechsel zur tiefen Franchise. Die Regel ist eine Erwartungswert-Optimierung, die man mit der eigenen Risikotragfähigkeit abgleichen muss.

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Häufige Fragen

Welche Krankenkassen-Franchise soll ich wählen?

Die hohe Franchise, wenn du wenig Gesundheitskosten erwartest (Prämienersparnis übertrifft die seltene Selbstbeteiligung), die tiefe bei regelmässigen oder hohen Kosten (die Kasse übernimmt früher).

Ab wann lohnt sich die tiefe Franchise?

Wenn du regelmässig oder hohe Gesundheitskosten hast — etwa bei chronischer Krankheit, laufender Behandlung oder geplanter Operation. Dann übersteigt der frühere Kassenbeitrag die höhere Prämie.

Ist die hohe Franchise ein Risiko?

Ja, sie ist eine Wette auf Gesundheit: Im Erwartungswert lohnt sie sich für Gesunde, aber ein Unfall oder eine plötzliche Krankheit kann zu hoher Selbstbeteiligung führen. Wer diese nicht tragen könnte, sollte vorsichtig sein.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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