Wie viel Geld braucht man zum Investieren?
Sinnvoll investieren lässt sich ab rund CHF 100 pro Monat. Der begrenzende Faktor ist nicht das Kapital, sondern das Verhältnis von Transaktionskosten zum Anlagebetrag — bei fixen Courtagen sollten die Kosten pro Kauf 1 Prozent des Betrags nicht überschreiten.
Die wichtigsten Zahlen
Warum Kosten die eigentliche Hürde sind
Bei einer fixen Mindestcourtage von CHF 20 pro Kauf frisst eine monatliche Rate von CHF 100 gleich zwanzig Prozent — das ist eine Rendite, die kein Markt aufholt. Zwei Auswege: ein Anbieter mit prozentualer oder sehr tiefer Gebühr, oder seltenere, dafür grössere Käufe. Wer quartalsweise CHF 300 statt monatlich CHF 100 kauft, drittelt die Kostenquote sofort.
Die Reihenfolge vor dem Betrag
Wichtiger als die Höhe ist, dass Notgroschen und Schuldenfreiheit stehen und die Rate dauerhaft tragbar ist. Eine Rate von CHF 100, die zwanzig Jahre läuft, schlägt CHF 500, die nach acht Monaten gestoppt werden. Deshalb wird die Rate aus dem Budget abgeleitet, nicht aus dem Wunsch — und bei jeder Lohnerhöhung angehoben.
Einmalbeträge richtig einsetzen
Bei einem grösseren Betrag aus Bonus, Erbschaft oder Verkauf stellt sich die Frage nach dem Zeitpunkt. Rechnerisch spricht mehr für den sofortigen vollständigen Einstieg, weil Märkte langfristig überwiegend steigen. Psychologisch ist die Verteilung über sechs bis zwölf Monate für viele leichter durchzuhalten — und Durchhalten ist der Faktor, der am Ende zählt.
Sparplan aus dem Budget ableiten
BudgetHub berechnet aus deinem Überschuss die Rate, die auch in schwachen Monaten trägt.
BudgetHub kostenlos testen →Häufige Rückfragen
- Lohnt sich ein Sparplan bei kleinen Beträgen?
- Ja, sofern der Anbieter keine hohen Fixkosten pro Ausführung verlangt. Genau dieser Punkt gehört vor der Depoteröffnung geprüft.
- Sind Bruchteile von ETF möglich?
- Bei einigen Anbietern ja, was kleine Raten deutlich praktikabler macht. Bei klassischen Depots muss oft ein ganzer Anteil gekauft werden.
- Was ist mit Vorsorgelösungen?
- Wertschriftenlösungen in der Säule 3a sind für viele der effizienteste Einstieg, weil der Steuerabzug hinzukommt und Mindestbeträge tief sind. Das Geld ist dafür gebunden.
Grundlagen und Quellen
- FINMA — Kosten- und Transparenzvorgaben — Offenlegungspflichten der Anbieter zu Gebühren
- ESTV — Kapitalgewinne im Privatvermögen — Grundsätzliche Steuerfreiheit privater Kapitalgewinne
Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
Mehr erfahren →