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Was kostet mich ein ETF wirklich?

Kurz beantwortet

Die Gesamtbelastung setzt sich aus vier Positionen zusammen: laufende Fondskosten, Courtage pro Kauf, jährliche Depotgebühr und der Spread beim Handel. Zusammen sollten sie bei einem Standardportfolio deutlich unter 1 Prozent pro Jahr liegen.

Kategorie: Anlegen·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

Die wichtigsten Zahlen

jährlich, aus dem Fondsvermögen
Laufende Fondskosten
pro Transaktion
Courtage
jährlich, oft prozentual
Depotgebühr
beim Kauf und Verkauf
Spread

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel zu: Was kostet mich ein ETF wirklich?
PositionWert
Depotwert nach 30 Jahren bei 0,3 % GesamtkostenReferenzwert
Bei 1,3 % Gesamtkostenspürbar tiefer
UrsacheZinseszins wirkt auch auf Kosten
KonsequenzKosten vor Produktwahl prüfen

Warum Kosten stärker wirken als erwartet

Gebühren werden jedes Jahr auf das gesamte Vermögen erhoben, nicht nur auf die Einzahlung. Über dreissig Jahre wirkt der Zinseszins deshalb auch auf die Kosten — ein Prozentpunkt Unterschied summiert sich zu einem erheblichen Anteil des Endvermögens. Anders als die Rendite sind die Kosten dabei sicher und im Voraus bekannt; sie sind die einzige Grösse, die du wirklich kontrollieren kannst.

Die Depotgebühr wird am häufigsten übersehen

Viele vergleichen nur die Fondskosten und übersehen die jährliche Depotgebühr der Bank, die bei traditionellen Anbietern prozentual erhoben wird und die Fondskosten leicht um ein Mehrfaches übersteigen kann. Bei einem sechsstelligen Depot ist dieser Posten der grösste von allen. Er gehört deshalb an den Anfang des Vergleichs, nicht ans Ende.

Wo sparen nicht lohnt

Ein extrem tiefer Fonds mit sehr kleinem Volumen kann breitere Spreads und ein Schliessungsrisiko mit sich bringen. Und ein Anbieter ohne Schweizer Steuerauszug erzeugt jährlich Aufwand bei der Steuererklärung. Die Gesamtrechnung umfasst deshalb auch Handelbarkeit und Verwaltungsaufwand, nicht nur die ausgewiesene Kostenquote.

Anlagekosten mitführen

BudgetHub erfasst Depotgebühren und Courtagen als eigene Kategorie — so siehst du, was das Investieren jährlich wirklich kostet.

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Häufige Rückfragen

Sind Neobroker immer günstiger?
Bei Courtagen und Depotgebühren oft ja. Zu prüfen sind Spreads, Wechselkursaufschläge bei Fremdwährungen und ob ein steuerkonformer Jahresauszug geliefert wird.
Was ist der Spread?
Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Bei grossen, liquiden ETF ist sie klein, bei Nischenprodukten und ausserhalb der Handelszeiten des Heimatmarkts deutlich grösser.
Fallen Steuern zusätzlich an?
Beim Kauf und Verkauf über Schweizer Depots die Umsatzabgabe. Auf Erträge die Einkommenssteuer; Kapitalgewinne im Privatvermögen sind grundsätzlich steuerfrei.

Grundlagen und Quellen

  • StG — Umsatzabgabe auf WertschriftentransaktionenStempelabgabe beim Handel über Schweizer Effektenhändler
  • FINMA — Transparenzvorgaben für FinanzprodukteOffenlegung der laufenden Kosten

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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