Was bleibt vom Bruttolohn übrig?
Vom Bruttolohn gehen in der Schweiz rund 13 bis 17 Prozent an Sozialabgaben ab — AHV, IV, EO, ALV, Pensionskasse und Unfallversicherung. Die Steuern sind darin nicht enthalten: Sie kommen bei Nichtquellenbesteuerten separat und müssen selbst zurückgestellt werden.
Die wichtigsten Zahlen
Rechenbeispiel
| Position | Wert |
|---|---|
| Bruttolohn | CHF 8'000 |
| AHV/IV/EO (5,3 %) | −CHF 424 |
| ALV (1,1 %) | −CHF 88 |
| Pensionskasse (Beispiel) | −CHF 560 |
| NBU-Versicherung | −CHF 60 |
| Nettolohn | CHF 6'868 |
| Steuerrückstellung (Beispiel 15 %) | −CHF 1'200 |
| Tatsächlich verfügbar | rund CHF 5'668 |
Warum der Nettolohn nicht das Verfügbare ist
Auf der Lohnabrechnung steht ein Nettolohn, der die Sozialabgaben bereits abzieht — die Steuern aber nicht. Wer mit dieser Zahl budgetiert, plant systematisch mit 8 bis 20 Prozent zu viel. Erst nach Abzug der Steuerrückstellung ergibt sich der Betrag, der tatsächlich zur Verfügung steht. Genau diese Differenz erklärt einen grossen Teil der Steuerschulden in der Schweiz.
Der Pensionskassenabzug ist der variabelste Posten
Er steigt mit dem Alter in gesetzlich definierten Stufen und hängt zusätzlich vom Reglement des Arbeitgebers ab. Zwei Personen mit demselben Bruttolohn können deshalb unterschiedliche Nettolöhne haben. Der Abzug ist allerdings kein Verlust: Es ist Sparen für die eigene Vorsorge, ergänzt durch mindestens denselben Betrag vom Arbeitgeber.
Was zusätzlich abgezogen werden kann
Je nach Betrieb kommen Beiträge für Krankentaggeldversicherung, Berufsverbandsbeiträge oder Verpflegungsanteile dazu. Umgekehrt sind Spesen und Kinderzulagen Zuschläge, die den ausbezahlten Betrag erhöhen. Für die Budgetplanung zählt der Durchschnitt über zwölf Monate — nicht der Betrag eines einzelnen Monats mit Sonderzahlung.
Mit dem echten Verfügbaren rechnen
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- Warum sinkt mein Nettolohn mit dem Alter?
- Der Sparbeitrag an die Pensionskasse steigt in Altersstufen. Der Bruttolohn bleibt gleich, der Abzug wächst — dafür wächst auch dein Altersguthaben schneller.
- Ist die Unfallversicherung Pflicht?
- Die Berufsunfallversicherung zahlt der Arbeitgeber. Die Nichtberufsunfallversicherung wird bei ausreichendem Pensum obligatorisch und meist dem Arbeitnehmenden belastet.
- Was gilt bei mehreren Arbeitgebern?
- Sozialabgaben fallen bei jedem an. Bei der Pensionskasse kann es zu Lücken kommen, wenn kein Pensum die Eintrittsschwelle erreicht — dann ist ein freiwilliger Anschluss zu prüfen.
Grundlagen und Quellen
- AHVG und AHVV — Beitragssätze — Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil
- BVG Art. 16 — Altersgutschriften — Altersabhängige Sparbeiträge
Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
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