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Notgroschen-vor-Anlegen-Regel

Die Regel in einem Satz

Die Regel Notgroschen vor Anlegen: Baue zuerst einen Notgroschen von 3–6 Monatsausgaben auf einem Sparkonto auf, bevor du in Aktien oder ETF investierst. Ohne Notgroschen musst du bei einer Notlage womöglich zum ungünstigsten Zeitpunkt verkaufen — der Notgroschen ist das Fundament, das Anlegen das Dach.

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📐 Die Regel: Erst Notgroschen (3–6 Monate), dann anlegen

Notgroschen 3–6 Monate
Zuerst
langfristig anlegen
Danach
auf dem Sparkonto (liquide)
Notgroschen liegt
Notverkäufen zum falschen Zeitpunkt
Schützt vor

Rechenbeispiel

PositionWert
Monatsausgaben (Beispiel)CHF 4'500
Notgroschen 4 MonateCHF 18'000
Erst danachETF-Sparplan starten
Notgroschen bleibtliquide, nicht investiert

Warum die Regel funktioniert

Der Notgroschen und angelegtes Vermögen erfüllen unterschiedliche Zwecke: Der Notgroschen muss jederzeit und in voller Höhe verfügbar sein (Sicherheit und Liquidität), während angelegtes Vermögen langfristig wächst, aber schwankt. Wer investiert, ohne einen Notgroschen zu haben, trägt ein grosses Risiko: Kommt eine unerwartete grosse Ausgabe (Jobverlust, Reparatur, Krankheit), muss er womöglich seine Anlagen verkaufen — und das ausgerechnet dann, wenn der Markt gerade tief steht, weil Notlagen und Marktkrisen oft zusammenfallen. So realisiert man Verluste zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der Notgroschen als liquides Polster verhindert genau das: Man kann Marktschwankungen aussitzen, weil man für Notfälle nicht an die Anlagen muss. Deshalb kommt das Fundament (Notgroschen) vor dem Dach (Anlegen).

Wo die Regel bricht

Die Grösse des Notgroschens ist nicht in Stein gemeisselt: Wer ein sehr sicheres Einkommen und einen zweiten Verdiener hat, kommt mit drei Monatsausgaben aus und kann früher mit dem Anlegen beginnen; Selbstständige oder Alleinverdiener brauchen eher sechs Monate oder mehr. Man muss den Notgroschen auch nicht vollständig aufgebaut haben, bevor man den ersten Franken investiert — ein pragmatischer Weg ist, parallel einen Grundstock-Notgroschen und einen kleinen Sparplan aufzubauen, sobald teure Schulden getilgt sind. Wichtig bleibt die Priorität: Der Notgroschen hat Vorrang, und man sollte nicht mit einem zu kleinen oder gar keinem Notgroschen voll ins Risiko gehen. Bei den heutigen tiefen Zinsen ärgern sich manche, dass der Notgroschen kaum Rendite bringt — das ist aber der bewusste Preis für die Sicherheit und kein Grund, ihn wegzulassen.

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Häufige Fragen

Soll ich zuerst einen Notgroschen aufbauen oder anlegen?

Zuerst den Notgroschen (3–6 Monatsausgaben) auf einem Sparkonto, dann anlegen. Ohne Notgroschen musst du bei einer Notlage womöglich zum ungünstigsten Zeitpunkt verkaufen. Das Fundament kommt vor dem Dach.

Wie gross soll der Notgroschen vor dem Anlegen sein?

3–6 Monatsausgaben, je nach Situation: Bei sicherem Einkommen und Doppelverdienst reichen 3 Monate, Selbstständige und Alleinverdiener brauchen eher 6 oder mehr.

Muss der Notgroschen komplett sein, bevor ich investiere?

Nicht zwingend — ein pragmatischer Weg ist, parallel einen Grundstock-Notgroschen und einen kleinen Sparplan aufzubauen, sobald teure Schulden getilgt sind. Wichtig ist, nicht ganz ohne Notgroschen voll ins Risiko zu gehen.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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