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Die 50-30-20-Regel für die Schweiz: So funktioniert sie 2026

Die 50-30-20-Regel ist die bekannteste Budgetmethode der Welt — aber in der Schweiz muss sie angepasst werden, weil die Fixkosten höher sind als anderswo.

50% Bedarf / 30% Wunsch / 20% Sparen

Original

60% Bedarf / 20% Wunsch / 20% Sparen

Schweiz-Anpassung

20–30% des Nettolohns

Ideal Sparquote CH

Oft 55–65%

Fixkosten Anteil Schweiz

Das Original: 50/30/20

Elizabeth Warren entwickelte die Regel: 50% des Nettoeinkommens für Bedürfnisse (Miete, Essen, Transport, KK), 30% für Wünsche (Freizeit, Restaurants, Shopping), 20% für Sparen und Schuldenabbau.

Warum die Schweiz eine Anpassung braucht

In der Schweiz fressen allein Miete + Krankenkasse bei einem mittleren Einkommen oft 40–50% des Nettolohns. Dazu kommen Steuern, Transport und Lebensmittel. Ein 50%-Bedarf-Budget ist für viele nicht realistisch.

Schweizer Version: 60/20/20

60% für Bedürfnisse (Miete, KK, Lebensmittel, Transport, Steuern-Rückstellung), 20% für Wünsche (Freizeit, Restaurants, Urlaub, Shopping), 20% für Sparen/Investieren. Bei hohem Einkommen kann der Sparanteil auf 30–40% steigen.

Praxisbeispiel bei CHF 5'500 Netto

Bedürfnisse (60%): CHF 3'300 — Miete CHF 1'700, KK CHF 400, Lebensmittel CHF 500, Transport CHF 200, Steuern CHF 500. Wünsche (20%): CHF 1'100 — Freizeit, Ausgang, Urlaub. Sparen (20%): CHF 1'100 — davon CHF 605 Säule 3a, Rest Depot.

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Häufige Fragen

Was wenn ich die 60% Bedürfnisse nicht einhalte?

Prüfe zuerst die Hauptkostentreiber: Miete zu hoch? Günstigeres Quartier oder WG? KK: Modell wechseln, Franchise erhöhen. Transport: Auto notwendig oder geht öV? Oft gibt es bei diesen Fixkosten Hebel.

Soll ich Steuern als Bedürfnis oder Sparen verbuchen?

Als Bedürfnis (Fixkosten). Steuern rückstellen (monatlich auf ein separates Konto überweisen) verhindert, dass du das Geld ausgibst und dann im Frühjahr überrascht wirst.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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