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Wie viel Geld braucht man für die Pensionierung?

Kurz beantwortet

Als Zielgrösse gelten rund 80 Prozent der bisherigen Ausgaben. AHV und Pensionskasse decken zusammen bei mittleren Einkommen etwa 60 Prozent des letzten Lohnes — die Differenz muss aus Säule 3a und freiem Vermögen kommen.

Kategorie: Ruhestand·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

Die wichtigsten Zahlen

rund 80 % der bisherigen Ausgaben
Bedarf im Ruhestand
rund 60 % des letzten Lohnes
Deckung 1. und 2. Säule
20–30 % des Bedarfs
Typische Lücke
zusätzlich Überbrückung nötig
Bei Frühpensionierung

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel zu: Wie viel Geld braucht man für die Pensionierung?
PositionWert
Heutige JahresausgabenCHF 78'000
Bedarf im Ruhestand (80 %)CHF 62'400
AHV (Beispiel Ehepaar)CHF 42'000
PensionskassenrenteCHF 24'000
Ergebnisgedeckt, Reserve CHF 3'600

Warum 80 Prozent und nicht 100

Im Ruhestand fallen mehrere Posten weg: Berufsauslagen, Pendlerkosten, Beiträge an AHV und Pensionskasse, meist auch Kinderkosten und in vielen Fällen die Hypothekaramortisation. Dafür steigen andere: Gesundheitskosten, Freizeit und Reisen in den ersten aktiven Jahren, später allenfalls Pflege. Netto bleiben bei den meisten Haushalten rund 80 Prozent des bisherigen Bedarfs — aber die Zahl gehört individuell geprüft, nicht übernommen.

Die Lücke ehrlich berechnen

Nimm den Vorsorgeausweis deiner Pensionskasse und die AHV-Rentenschätzung, addiere beides und stelle es deinem geschätzten Bedarf gegenüber. Die Differenz mal die erwarteten Rentenjahre ergibt den nötigen Kapitalbedarf. Wer bei CHF 1'000 monatlicher Lücke von dreissig Rentenjahren ausgeht, braucht überschlägig CHF 360'000 an zusätzlichem Vermögen — ohne Berücksichtigung von Rendite und Teuerung.

Der Sonderfall Frühpensionierung

Wer vor dem ordentlichen Rentenalter aufhört, trägt drei Lasten gleichzeitig: kein Erwerbseinkommen, noch keine AHV, und eine gekürzte Pensionskassenrente. Dazu kommt die Beitragspflicht als Nichterwerbstätiger bis zum Rentenalter. Pro Jahr Frühpensionierung sind neben dem Überbrückungseinkommen realistisch mehrere zehntausend Franken zusätzlich einzuplanen — diese Rechnung gehört mindestens fünf Jahre im Voraus gemacht.

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Häufige Rückfragen

Woher bekomme ich meine voraussichtliche AHV-Rente?
Die Ausgleichskasse erstellt auf Antrag eine Rentenvorausberechnung. Sie basiert auf den bisherigen Beitragsjahren und einer Annahme über die weitere Erwerbstätigkeit.
Muss ich die Teuerung einrechnen?
Ja. AHV-Renten werden periodisch angepasst, Pensionskassenrenten im überobligatorischen Bereich oft nicht. Über zwanzig Rentenjahre kann Teuerung die Kaufkraft der PK-Rente spürbar reduzieren.
Was, wenn die Lücke zu gross ist?
Drei Hebel: länger arbeiten, auch in Teilzeit, was AHV und PK gleichzeitig verbessert; Ausgaben im Ruhestand senken, meist über die Wohnsituation; und die verbleibenden Erwerbsjahre für Säule 3a und PK-Einkauf konsequent nutzen.

Grundlagen und Quellen

  • BV Art. 113 — Ziel der beruflichen VorsorgeFortsetzung der gewohnten Lebenshaltung mit erster und zweiter Säule
  • BSV — RentenvorausberechnungAntrag bei der zuständigen Ausgleichskasse

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden

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Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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