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TER-Kostenregel (ETF)

Die Regel in einem Satz

Die TER-Regel: Achte bei ETF und Fonds auf eine tiefe Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) — für breite Index-ETF idealerweise unter 0,3 % pro Jahr. Weil die Kosten jedes Jahr auf das gesamte Vermögen anfallen, machen schon kleine Unterschiede über Jahrzehnte einen erheblichen Renditeunterschied aus.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: TER möglichst tief, idealerweise < 0,3 %

oft < 0,3 %
Breite Index-ETF
oft 1–2 %
Aktive Fonds
erheblich
Effekt über Jahrzehnte
sicher, Rendite nicht
Kosten sind

Rechenbeispiel

PositionWert
Anlagesumme (Beispiel)CHF 100'000
TER 0,2 % pro JahrCHF 200/Jahr
TER 1,5 % pro JahrCHF 1'500/Jahr
Differenz über 20 Jahresehr erheblich

Warum die Regel funktioniert

Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Gesamtkostenquote eines Fonds — sie wird laufend vom Vermögen abgezogen, unabhängig von der Wertentwicklung. Das Entscheidende: Kosten sind sicher, Rendite ist es nicht. Während niemand die künftige Rendite kennt, sind die Kosten garantiert und schmälern jedes Jahr das Ergebnis. Über lange Zeiträume und durch den entgangenen Zinseszins auf die abgezogenen Kosten summiert sich schon ein Unterschied von einem Prozentpunkt TER zu einem erheblichen Betrag. Breite, kostengünstige Index-ETF (oft unter 0,3 % TER) sind deshalb für den langfristigen Aufbau meist die überlegene Wahl gegenüber teuren aktiven Fonds.

Wo die Regel bricht

Die TER ist der wichtigste, aber nicht der einzige Kostenfaktor. Dazu kommen Handels- und Depotgebühren, Währungskosten und bei manchen Produkten versteckte Kosten — man sollte die Gesamtkosten betrachten, nicht nur die TER. Ausserdem ist die günstigste TER nicht automatisch das beste Produkt: Auch die Qualität der Indexnachbildung (Tracking-Fehler), die Fondsgrösse, die Replikationsmethode und die steuerliche Behandlung (etwa Domizil des ETF) spielen eine Rolle. Die TER-Regel ist ein zentrales Kriterium, sollte aber mit diesen Faktoren zusammen betrachtet werden. Extrem tiefe Kosten bei einem sehr kleinen oder exotischen Produkt sind kein Vorteil, wenn andere Nachteile überwiegen.

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Häufige Fragen

Was ist die TER bei einem ETF?

Die Total Expense Ratio, die jährliche Gesamtkostenquote des Fonds. Sie wird laufend vom Vermögen abgezogen. Für breite Index-ETF ist eine TER unter 0,3 % ein guter Richtwert.

Warum sind tiefe Fondskosten so wichtig?

Weil Kosten sicher sind, Rendite nicht. Sie fallen jedes Jahr auf das gesamte Vermögen an, und durch den entgangenen Zinseszins summiert sich schon ein kleiner Unterschied über Jahrzehnte zu einem erheblichen Betrag.

Ist die günstigste TER immer die beste Wahl?

Nicht automatisch — man sollte die Gesamtkosten (plus Depot- und Handelsgebühren) sowie Qualität der Indexnachbildung, Fondsgrösse und steuerliche Behandlung mitbetrachten. Die TER ist zentral, aber nicht allein entscheidend.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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