Säule-3a-zuerst-Regel
Die Säule-3a-zuerst-Regel: Sobald der Notgroschen steht, fliesst Sparbudget zuerst in die Säule 3a bis zum jährlichen Maximalbetrag — der Steuerabzug wirkt wie eine sofortige, garantierte Rendite von 15–35 % je nach Einkommen und Kanton. Erst danach kommt das freie ETF-Depot.
📐 Die Regel: Notgroschen → 3a-Maximum → freies Depot
Rechenbeispiel
| Position | Wert |
|---|---|
| 3a-Einzahlung (Maximalbetrag, Beispiel) | ~CHF 7'250 |
| Grenzsteuersatz 25 % | CHF ~1'800 Steuerersparnis |
| Effektiver Einsatz netto | ~CHF 5'450 |
| Nach 25 J. bei 4,5 % (Wertschriften-3a) | ~CHF 21'800 pro Jahrestranche |
Warum die Regel funktioniert
Kein anderes legales Schweizer Anlagevehikel schenkt dir am Tag der Einzahlung 15–35 % Rendite: Der 3a-Abzug reduziert das steuerbare Einkommen direkt an der Progressionsspitze — bei CHF 100'000 Einkommen und mittlerer Steuerlast sind das schnell CHF 1'500–2'000 zurück pro Maximalbetrag, Jahr für Jahr. Kombiniert mit einer günstigen Wertschriften-3a (App-Anbieter mit hoher Aktienquote und tiefen Gebühren) schlägt die 3a das freie Depot nach Steuern fast immer. Entscheidend ist die Reihenfolge der Regel: Sie verhindert den häufigsten Fehler, mit dem freien Depot zu starten, während der Steuerbonus jährlich ungenutzt verfällt — Nachzahlen für alte Jahre ist nur begrenzt möglich.
Wo die Regel bricht
Die 3a ist gebunden: Bis zur Pensionierung (Ausnahmen: Wohneigentum, Selbständigkeit, Wegzug) kommst du nicht ans Geld — wer in 5 Jahren ein Haus kaufen oder ein Unternehmen gründen will, braucht daneben freie Mittel und darf die Regel bewusst untergewichten. Bei sehr tiefen Einkommen (kaum Steuerlast) schrumpft der Abzugsvorteil gegen null — dann ist das flexible Depot gleichwertig. Und die Regel gilt nur mit gutem Vehikel: Eine 3a auf dem Zinskonto oder in teuren Bankfonds (>1 % Gebühren) verspielt den Steuervorteil über die Jahrzehnte wieder. Beim Bezug schliesslich: mehrere 3a-Töpfe führen und gestaffelt beziehen — das bricht die Auszahlungssteuer-Progression.
3a-Potenzial im Budget freilegen
BudgetHub zeigt, wie viel 3a-Maximalbetrag in deinem Budget steckt — und was der Steuerabzug für dich konkret bringt.
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Was kommt zuerst: 3a oder PK-Einkauf?
In jungen Jahren die 3a (flexibler, selbst investierbar). PK-Einkäufe werden ab ~50 attraktiv: hoher Steuerabzug, kurze Bindung bis zum Bezug — aber Sperrfrist von 3 Jahren vor Kapitalbezug beachten.
Lohnt die 3a auch für Teilzeit und tiefe Löhne?
Der Steuervorteil ist kleiner, aber Zwangssparen mit Wertschriften wirkt trotzdem. Ohne Pensionskassen-Anschluss (Selbständige, tiefe Pensen) darf sogar deutlich mehr einbezahlt werden — dort ist die 3a die halbe Altersvorsorge.
Wie viele 3a-Konten soll ich führen?
Faustregel: alle ~CHF 50'000 ein neues Konto/Depot beginnen. Beim gestaffelten Bezug über mehrere Steuerjahre spart das je nach Kanton mehrere tausend Franken Auszahlungssteuer.
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
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