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Lohnverhandlungs-Faustregel

Die Regel in einem Satz

Als Faustregel lassen sich bei einem Stellenwechsel oft 10–20 % mehr Lohn erzielen, während interne Lohnerhöhungen meist in kleineren Schritten erfolgen. Der Grund: Beim Wechsel wird der Marktwert neu verhandelt, intern orientiert man sich am bestehenden Gehalt. Eine gute Vorbereitung mit Marktdaten ist der Schlüssel.

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📐 Die Faustregel: Stellenwechsel: oft +10–20 %; intern: kleinere Schritte

oft +10–20 % möglich
Stellenwechsel
meist kleinere Schritte
Interne Erhöhung
Marktwert kennen, vorbereiten
Schlüssel
wirkt auf alle Folgejahre
Wirkung

Rechenbeispiel

PositionWert
Aktueller Lohn (Beispiel)CHF 90'000
Beim Wechsel +15 %~CHF 103'500
Interne Erhöhung (typisch)kleinerer Schritt
LangfristeffektBasis für alle Folgejahre

Warum die Faustregel funktioniert

Der Lohn ist einer der grössten Hebel für die eigene Finanzlage — eine dauerhafte Erhöhung wirkt auf alle Folgejahre und übertrifft oft jahrelanges Sparen an Kleinausgaben. Die Faustregel erfasst ein bekanntes Muster: Bei einem Stellenwechsel wird der eigene Marktwert neu verhandelt, was oft einen grösseren Sprung (10–20 %) erlaubt als eine interne Erhöhung, die sich am bestehenden Gehalt orientiert und meist in kleineren Schritten erfolgt. Das erklärt, warum Menschen, die die Stelle wechseln, über die Karriere oft mehr verdienen als jene, die lange beim selben Arbeitgeber bleiben. Der Schlüssel zu jeder Lohnverhandlung ist die Vorbereitung: den eigenen Marktwert mit Lohndaten und Vergleichen kennen, die eigenen Leistungen konkret belegen und eine begründete Forderung stellen.

Wo die Faustregel bricht

Die Prozentsätze sind grobe Orientierungen und hängen stark von Branche, Funktion, Region, Wirtschaftslage und der eigenen Verhandlungsposition ab. In gefragten Berufen mit Fachkräftemangel ist mehr möglich, in gesättigten Feldern weniger. Ein Stellenwechsel allein für mehr Lohn ist zudem nicht immer klug — Arbeitsinhalt, Team, Entwicklungsmöglichkeiten und Sicherheit zählen ebenso, und ein häufiger Wechsel kann im Lebenslauf negativ wirken. Bei internen Verhandlungen sind die Spielräume oft durch Lohnbänder und Budgets begrenzt, unabhängig von der eigenen Leistung. Auch das Timing zählt: nach einem erfolgreichen Projekt oder bei einer Beförderung ist die Position stärker. Die Faustregel motiviert, den Lohn aktiv zu verhandeln (viele lassen hier Geld liegen), sollte aber mit realistischer Einschätzung der eigenen Situation und nicht-monetären Faktoren kombiniert werden.

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Häufige Fragen

Wie viel mehr Lohn kann ich fordern?

Als Faustregel sind bei einem Stellenwechsel oft 10–20 % mehr realistisch, weil der Marktwert neu verhandelt wird. Interne Erhöhungen erfolgen meist in kleineren Schritten. Die genaue Höhe hängt von Branche und Verhandlungsposition ab.

Warum bringt ein Jobwechsel oft mehr Lohn?

Weil beim Wechsel der eigene Marktwert neu verhandelt wird, während interne Erhöhungen sich am bestehenden Gehalt orientieren. Deshalb verdienen Wechselnde über die Karriere oft mehr als jene, die lange bleiben.

Wie bereite ich eine Lohnverhandlung vor?

Den eigenen Marktwert mit Lohndaten und Vergleichen kennen, die eigenen Leistungen konkret belegen und eine begründete Forderung stellen. Gutes Timing (nach Erfolgen) und Vorbereitung sind der Schlüssel.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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