BW
🏘️

Eigenheim-Preis-Faustregel

Die Regel in einem Satz

Als grobe Faustregel sollte der Kaufpreis eines Eigenheims etwa das Fünf- bis Sechsfache des Jahres-Bruttohaushaltseinkommens nicht übersteigen. In der Schweiz ist aber die konkrete Tragbarkeitsrechnung (kalkulatorischer Zins ~5 %, Amortisation, Unterhalt, max. ~1/3 des Einkommens) und die Eigenmittel-Anforderung (20 %) entscheidend.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Faustregel: Kaufpreis ≤ 5–6× Jahres-Bruttoeinkommen

5–6× Jahresbrutto
Grobe Preisgrenze
min. 20 % (10 % nicht aus PK)
Eigenmittel
kalk. Zins ~5 %, max. ~1/3 Einkommen
Tragbarkeit
die Faustregel
CH-Regel schlägt

Rechenbeispiel

PositionWert
Haushalts-Bruttoeinkommen (Beispiel)CHF 150'000/Jahr
Preisgrenze 5–6×CHF 750'000–900'000
Nötige Eigenmittel (20 %)CHF 150'000–180'000
Tragbarkeit rechnenkalk. Zins + Amort. + Unterhalt

Warum die Faustregel funktioniert

Die Faustregel vom Fünf- bis Sechsfachen des Jahreseinkommens gibt eine schnelle erste Orientierung, in welcher Preisklasse ein Eigenheim überhaupt realistisch ist. Sie verhindert, dass man sich in Objekte verliebt, die weit über den eigenen Möglichkeiten liegen. Der Gedanke: Bei einem höheren Vielfachen wird die finanzielle Belastung durch Hypothek, Amortisation und Unterhalt im Verhältnis zum Einkommen zu gross. Die Faustregel ist nützlich für die grobe Vorauswahl und um überhaupt einzuschätzen, ob Wohneigentum in Reichweite ist — bevor man sich in Details verliert.

Wo die Faustregel bricht

In der Schweiz ist die einfache Einkommens-Faustregel weniger massgebend als zwei harte Kriterien der Banken. Erstens die Eigenmittel: Man braucht mindestens 20 % des Kaufpreises als Eigenmittel, wovon mindestens 10 % nicht aus der Pensionskasse stammen dürfen. Zweitens die Tragbarkeit: Die Bank rechnet mit einem kalkulatorischen Zins von oft rund 5 % (weit über dem Marktzins), plus Amortisation und Unterhalt (oft 1 % des Werts), und diese Summe darf etwa ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Diese Schweizer Tragbarkeitsrechnung ist strenger und entscheidend — sie bestimmt, was die Bank finanziert, nicht die Einkommens-Faustregel. In Hochpreisregionen führt die Tragbarkeit oft dazu, dass gut verdienende Haushalte sich das Eigenheim rechnerisch trotzdem nicht leisten können. Die Faustregel ist die erste grobe Orientierung, die konkrete Schweizer Tragbarkeitsrechnung das massgebende Kriterium.

📊

Eigenheim-Budget prüfen

BudgetHub hilft dir, deine finanzielle Ausgangslage für den Eigenheim-Traum realistisch einzuschätzen.

BudgetHub kostenlos starten →

Häufige Fragen

Wie teuer darf mein Eigenheim sein?

Als grobe Faustregel das Fünf- bis Sechsfache des Jahres-Bruttohaushaltseinkommens. In der Schweiz ist aber die konkrete Tragbarkeitsrechnung und die 20-%-Eigenmittel-Anforderung entscheidend, nicht diese Faustregel.

Wie viel Eigenmittel brauche ich für ein Eigenheim?

Mindestens 20 % des Kaufpreises, wovon mindestens 10 % nicht aus der Pensionskasse stammen dürfen (also aus Erspartem, Säule 3a oder Schenkung). Der Rest kann finanziert werden.

Was ist die Tragbarkeitsregel in der Schweiz?

Die Bank rechnet mit einem kalkulatorischen Zins von rund 5 %, plus Amortisation und Unterhalt, und diese Summe darf etwa ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Diese Rechnung ist strenger als die Einkommens-Faustregel.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

Mehr erfahren →

Verwandte Faustregeln